keramische Stationen von Cordula Heusler:

Erste Töpererfahrung habe ich in Japan 1986 in einer Werktatt gemacht, in die meine Familie für einen Tag eingladen wurde. Die Stücke wurden uns später nach Deutschland geschickt. Mein echter Einstieg in die Keramik brachte mir mein Auslandsjahr in die USA im Juniata College bei Jack Troy 1993/94. Dort war der PotShop Tag und Nacht geöffnet. Wir mixten  unseren Ton aus Tonmehl und Resten und lageren ihn in einer riesigen kaputten Tiefkühltruhe. Das erste halbe Jahr haben wir nur mit Hand aufgebaut, erst dann durften wir an die Scheiben. Wir brannten im Gasofen und zwei Mal in dem Jahr die Anagama-Öfen von Jack. Am Ende des Jahres verkaufte ich meinen ersten aufgebauten Riesentopf nach NY.

Danach war ich in verschiedenen Werkstätten als tätig: Praktikum Hannes Klett-Töpferei in Fredelsloh, Praktikum Karla Ahrend im Baunatal und im KAZ in Göttingen. Auf er Suche nach einer Lehrstelle in der Baukeramik landete ich kurz bei Hans Kuretzki bei Hamburg und ein paar Monate in Bornheim Merten bei Edle von Frantzius 1998/99. Aus der Lehre wurde nichts. Dafür war ich schließlich 2001/02 mit zwei kleinen Kindern in Buenos Aires. Dort gabt es das Instituto Municipal de Ceramica in Avellaneda, in das ich mich einschrieb und Kurse belegte. Zurück in Deutschland gingen wir nach Freiburg. Dort konnte ich in der Keramikwerkstatt in der Fabrik frei arbeiten. Statt Ausbildung in der Baukeramik machte ich ein Praktikum bei Theo Schipp in Waldkirch-Kollnau, bei dem ich immer wieder in der Werkstatt Stücke anfertigen konnte (Öfen, Waschbecken, Tischplatte).

Im Herbst 2017 werde ich meine eigene Werkstatt in der Andreas-Hofer-Str. 36 a in Freiburg eröffnen.